Pressemitteilung vom 25.05.2009

Forum Pro Paintball informiert

Das Forum Pro Paintballsport, als Vertreter des Paintballsports, zeigt sich erschüttert darüber, dass entgegen allen Ankündigungen in den Medien und Äußerungen von vielen Mitgliedern des Deutschen Bundestages das Paintballverbot immer noch Ge-genstand der aktuellen WaffG-Verschärfung ist.

Viele Abgeordnete geben den Bürgern auf Anfrage die Auskunft, dass das Paintballverbot vom Tisch sei. Mitglieder des deutschen Bundestags geben den Bürgern beruhigende Auskunft zum Paintballverbot. Die Realität sieht leider anders aus:

Herr Reinhard Grindel, CDU, sagte stern.de: "Der Prozess der geplanten Waffen-rechtsverschärfung geht wie geplant weiter." Neben anderen Maßnahmen hatten In-nenpolitiker von CDU und SPD vorgesehen, auch Paintball zu verbieten. "Ich gehe davon aus, dass es bei der Vereinbarung mit der SPD bleibt", sagte Reinhard Grindel. (www.stern.de, Artikel Paintball-Verbot spaltet Große Koalition, 14.05.09, 18:36). Herr Wolfgang Bosbach, CDU, kündigt auf seiner Internetseite, www.wobo.de, an, dass Herr Abgeordneter Edathy, SPD, seine Meinung (kein Verbot ohne vorherige Prüfung) wieder ändern werde. Zitat Bosbach: "Nach Lage der Dinge ist allerdings davon auszugehen, dass auch der Kollege Edathy seine Meinung diesbezüglich wie-der ändern wird."

Ein doppeltes Spiel der CDU/CSU? Der Bürger wird von der Masse der Abgeordne-ten beruhigt, während eine Gruppe von Hardlinern weiterhin das Verbot von Paintball forciert und sich einer sachlichen Diskussion mit den Betroffenen entzieht.

Dem Forum Pro Paintballsport ist es unbegreiflich, was diese wenigen Politiker gegen den Widerstand in der eigenen Fraktion, gegen den Koalitionspartner, die Opposition, die öffentliche Meinung, die Presse, die Polizei, das Aktionsbündnis von Winnenden, die Wissenschaft und den gesunden Menschenverstand antreibt, den Paintballsport weiterhin verbieten zu wollen!

Da alle Teilnehmer den Sport einvernehmlich, freiwillig und gleichberechtigt ausüben sowie keine Beeinflussung von Unbeteiligten geschieht, ist niemand durch ein Verbot schutzbedürftig. Stattdessen würde ein Verbot nur das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit einschränken.

Weiterhin konnten die Aussagen des Herrn Abgeordneten Wolfgang Bosbach, CDU, ausnahmslos entkräftet werden (http://www.forum-propaintball.de/files/fpp_feedback.pdf).

Das Forum Pro Paintballsport ist weiterhin gesprächsoffen und wiederholt die Bereit-schaft zu einer konstruktiven Diskussion mit den Fraktionen. Wir möchten an dieser Stelle allerdings nicht versäumen zu erwähnen, dass sich einige Politiker in den letzten Tagen vor Ort selbst ein Bild vom Paintballsport gemacht haben und für ein Verbot keine Notwendigkeit mehr sahen.

Laut repräsentativer Umfrage von Infratest halten 75 Prozent der Bürger ein Verbot von Paintball als Reaktion auf den Amoklauf für ungeeignet (Details auf Anfrage).

Für viele Paintballer geht es um ihre Existenz oder ihr geliebtes Hobby. Ein grundlo-ses Kriminalisieren von Hunderttausenden unbescholtenen Bürgern aus der Mitte der Gesellschaft kann im deutschen Rechtsstaat nicht geduldet werden.

Selbst Befürworter eines Paintballverbots müssen der Paintballgemeinde das Recht zugestehen, in einem ordentlichen demokratischen Meinungsbildungsprozess ergeb-nisoffen zu sprechen und Informationen anzunehmen. Dies ist aktuell leider nicht gegeben!